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Tag 10

Das heutige Wettkampfprogramm

10:00 Uhr Nordische Kombination Training Sprungbewerb HS109 Toni Seelos Schanze Seefeld
12:00 Uhr Skisprung Training Mixed Team Damen HS109 Toni Seelos Schanze Seefeld
13:00 Uhr Skisprung Training Mixed Team Herren HS109 Toni Seelos Schanze Seefeld
13:15 Uhr Langlauf Staffel Herren 4x10 km Langlauf Arena Seefeld
15:00 Uhr Skisprung Probedurchgang Herren HS109 Toni Seelos Schanze Seefeld
16:00 Uhr Skisprung Herren HS109 Toni Seelos Schanze Seefeld
16:00-17:30 Uhr Nordische Kombination Training Langlauf Langlauf Arena Seefeld
18:30 Uhr Siegerehrungen LL Staffel Herren 4x10 km Medal Plaza Seefeld

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Polnische Festspiele und österreichischer Jubel!

In einem von Wind und Wetter bestimmten Bewerb am Rande der Regularität kürte sich Dawid Kubacki nach einer sensationellen Aufholjagd von Rang 27 zum Weltmeister auf der Normalschanze in Seefeld. Gleich dahinter sicherte sich Teamkollege Kamil Stoch (vor dem Finale noch 18.) Silber. Titelverteidiger Stefan Kraft holte Bronze und damit die siebte Medaille für den ÖSV.

Es war ein im wahrsten Sinne des Wortes verrücktes Springen, das man so selten bei einer Weltmeisterschaft zu sehen bekommen hatte, vor allem wechselnder Wind und Schneeregen machte es den Springern und Zusehern an der Toni-Seelos-Schanze in beiden Durchgängen nicht einfach. 

Nach dem ersten Durchgang hatte es einmal ganz danach ausgesehen, dass die Polen erneut ohne Medaille bleiben würden. Denn vor dem Finale lagen mit Ryoyu Kobayashi aus Japan, dem Deutschen Karl Geiger und dem jungen Slowenen Ziga Jelar andere Athleten auf Gold-, Silber- und Bronzekurs. Doch dann das Finale und alles wurde auf den Kopf gestellt. Kubacki war ein wahrer Zaubersprung auf 104,5 Meter gelungen. Bei immer schwieriger werdenden Bedingungen war in der Folge kein Springer mehr in der Lage diese Marke zu überbieten, das Klassement wurde wild durcheinander gewirbelt. Geiger und Jelar „tauschten“ mit Stoch und Kubacki und belegten schließlich den 18. und 27. Rang. Kobayashi schaffte es immerhin noch auf Platz 14.

So hieß es schließlich „des einen Freud, des anderen Leid…“ nach einem verrückten Bewerb, nach dem trotz allen Turbulenzen keine Unbekannten auf dem Stockerl standen.

Gemeinsam mit den Polen und mit Lokalmatador Stefan Kraft freuten sich zum Schluss auch die ÖSV-Adler Philipp Aschenwald und Michael Hayböck, die vor heimischen Publikum auf Platz vier und neun landeten und Cheftrainer Andreas Felder dies zufrieden kommentieren ließen:

„Für uns ist es gut ausgegangen und das freut uns sehr, auch wenn es ein seltsames Springen war, aber es ist nunmal eine Freiluftsportart. Jeder Durchgang hat seine Opfer gefordert, aber die, die jetzt auf dem Stockerl stehen, haben es sich verdient.“

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Schon wieder: Klæbo und Co. krönen sich mit Gold!

Es war nun wahrlich keine Überraschung, dass die norwegischen Langläufer auch die 4x10 Kilometer Männer-Staffel dominierten! Mit großem Abstand auf die zweitplatzierten Russen sicherten sich Emil Iversen, Martin Johnsrud Sunby, Sjur Roethe und Johannes Høsflot Klæbo souverän den Weltmeistertitel und damit Goldmedaille Nummer zehn für ihr Land. Bis zur letzten Gruppe hatten die Norweger noch gemeinsam mit Russland das Feld angeführt. Dann zog Superstar Klæbo auf und davon und führte eine Vorentscheidung herbei: Mit gewohnter Souveränität setzte sich der 22-jährige Norweger noch vor dem letzten Anstieg vom Russen Sergey Ustiugov ab und erreichte schließlich ganze 38,8 Sekunden früher als sein Kontrahent die Ziellinie.

„Es war ein wirklich hartes Rennen und die Bedingungen waren schwer, aber ich hatte sehr gute Skier heute. Es ist wirklich cool, hier heute mit dem Team zu stehen“ so Klæbo, der mit diesem Titel seine bereits dritte Goldmedaille in Seefeld feiern darf. Kollege Sundby fügte glücklich hinzu: 

„Es ist ein emotionaler Moment, es war uns wichtig, das gemeinsam zu schaffen.“

Dass es ein hartes Rennen war, zeigten auch die Reaktionen des russischen Teams: Sichtlich erschöpft, aber glücklich, feierten Andrey Larkov, Alexander Bessmertnykh, Alexander Bolshunov ihren letzten Mann, der mit letzter Kraft ins Ziel lief.

Während Norwegen und Russland von Beginn an zu den Favoriten gezählt hatten, sorgte Frankreich hingegen für eine kleine Sensation und brachte die trotz Regens fröhlich feiernden 12.400 Zuseher zum Jubeln: In der letzten Runde war es Richard Jouve gelungen, die bis dahin auf Bronzekurs liegenden Finnen abzuschütteln. Schließlich reichten 1,8 Sekunden relativ locker für Frankreich, das sich nun über die erste Medaille bei dieser WM freuen kann.

Schweden hingegen hatte heute nichts mit Entscheidung um Edelmetall zu tun und lag bereits ab Gruppe zwei außerhalb des Podiums. Am Ende hieß es nur Rang fünf für die mitfavorisierten Skandinavier.

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Bilder des heutigen Wettkampftages

Staffel der Herren, © GEPA

Staffel der Herren

Oskar Svensson (SWE), Emil Iversen (NOR)Andrey Larkov (RUS) und Erik Bjornsen (USA), © GEPA

Oskar Svensson (SWE), Emil Iversen...

Emil Iversen, Martin Johnsrud Sundby, Sjur Roethe und Johannes Hoesflot Klaebo (NOR), © GEPA

Emil Iversen, Martin Johnsrud Sundby, Sjur...

Gewinner der Staffel der Herren, © GEPA

Gewinner der Staffel der Herren

Emil Iversen (NOR), Sebastian Eisenlauer (GER) Oskar Svensson (SWE) und Erik Bjornsen (USA), © GEPA

Emil Iversen (NOR), Sebastian Eisenlauer...

Martin Johnsrud Sundby (NOR), © GEPA

Martin Johnsrud Sundby (NOR)

Sprungbewerb HS109 in Seefeld, © GEPA

Sprungbewerb HS109 in Seefeld

Ryoyu Kobayashi (JPN) beim Sprungbewerb in Seefeld, © GEPA

Ryoyu Kobayashi (JPN) beim Sprungbewerb in...

Philipp Aschenwald (AUT) auf Platz 4, © GEPA

Philipp Aschenwald (AUT) auf Platz 4

Stefan Kraft (AUT) beim Sprungbewerb in Seefeld, © GEPA

Stefan Kraft (AUT) beim Sprungbewerb in...

Sieger des Sprungbewerbs HS109, © GEPA

Sieger des Sprungbewerbs HS109

Dawid Kubacki (POL) - Sieger des Sprungbewerbs, © GEPA

Dawid Kubacki (POL) - Sieger des...